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MUTTIPLE CHOICE – WEIHNACHTSTRADITIONEN: WICHTELN STATT GESCHENKEFLUT

MUTTIPLE CHOICE – WEIHNACHTSTRADITIONEN: WICHTELN STATT GESCHENKEFLUT

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Die Weihnachtszeit ist eingeläutet und in vollem Gange.
Welches Thema könnte bei dem Projekt „Muttiple Choice“ also besser passen, als etwas Weihnachtliches. Um genau zu sein Weihnachtstraditionen.
Ich möchte euch heute mit auf eine kleine Zeitreise nehmen und entschuldige mich im Vorfeld für die Fotos. Erstens wegen der teils schlechten Qualität und zweitens bei meiner Familie – falls sie das liest – weil vielleicht nicht alle so toll getroffen sind. (Aber es war das einzige richtige Familienfoto mit allen drauf und es war ein so schönes Weihnachtsfest und deswegen musste genau dieses Bild mit hier rein).
Ich versuche mich möglichst kurz zu halten und bin gespannt, ob mir dies gelingt.
Weihnachten war für mich schon immer das Größte und es ist ein absolutes Familienfest.
An Weihnachten sind wir stets alle zusammen, bis auf kleine Ausnahmen.
Ich höre so oft, das Familien die dann selbst Kinder bekommen so gerne den Heiligabend alleine feiern. Also im häufigsten Fall Mutter-Vater-Kinder. Das ist für mich sowas von undenkbar und mich macht dieser Gedanken eher traurig. Generell breche ich sehr ungern mit unseren Traditionen. Es ist etwas an dem ich festhalte und ich am liebsten möchte, dass es niemals eine Veränderung gibt.
Aber mit den Jahren hat sich das ein oder andere geändert und davon möchte ich euch gerne erzählen.
Wie Weihnachten damals war:
Weihnachten beginnt -natürlich- eigentlich schon in der Adventszeit. Dazu gehörte schon immer der Adventskalender ( den meine Mama mir immer gebastelt hat ) und Spritzgebäck mit der Oma backen.
Außerdem ein Tag in der überfüllten Stadt, voller Hektik, um möglichst für alle ein Geschenk zu kaufen.
Am frühen Nachmittag des heiligen Abends ging es immer schon los. Wir sind nacheinander alle bei meiner Oma eingetrudelt. Zuerst wurde dann der Weihnachtsbaum rein geholt, gemeinsam geschmückt und die aufwendige Krippe aufgestellt. Mit Kieselsteinen und Moos und Alufolie als Bächlein. Die ersten Jahre mussten Moos und Kieselsteine immer noch von einem freiwilligem draußen gesammelt werden. Irgendwann waren diese Sachen aber einfach schon getrocknet im Krippenkarton.
Als letztes kam immer meine Mama an die zuvor immer noch arbeiten muss. Dann beginnt das gemeinsame Kochen bei dem sich meistens die ganze Familie in die Küche quetscht und jeder irgendetwas zubereitet. Als kleine Vorstellung wie viele Personen sind (es gab immer mal Neuzugänge oder auch Abgänge ) wir sind meistens um die 6 oder 7 Personen gewesen.
Ich bin mir mit den Uhrzeiten etwas unsicher aber ich würde schätzen das wir immer so gegen 19 Uhr gegessen haben. Als Kind fand ich das ganz schrecklich. Ich habe damals noch weniger gegessen als ich es jetzt tue und war mit dem Essen sehr schnell fertig. Ich wollte die Bescherung – was sonst.
Nach dem ewigen Essen wurde dann auch noch eine Pause eingelegt bis dann irgendwann noch Platz für einen Nachtisch war. Danach wurde laaaaangsam der Tisch abgeräumt. Als das alles fertig war gingen wir in die Küche damit das Christkind – also irgendjemand von den Erwachsenen die Geschenke bringen konnte. Ich würde mal schätzen, die Bescherung ging meist so gegen 21 Uhr los.
Nun war das früher so, dass jeder jedem etwas Geschenkt hat. Da kam dann schon so einiges zusammen. Und ich habe auch immer recht viele Geschenke bekommen was ich natürlich immer großartig fand. Nun ging es aber nicht einfach an das Geschenke auspacken. Vom Esstisch ging es rüber in die Couchecke. Mit Plätzchen ( der 2. Nachtisch) und einem Würfel. Nun wurde reihum gewürfelt. Jeder der eine 6 gewürfelt hat, durfte ein Geschenk auspacken. Ich habe dann immer gerne Christkind gespielt und die Geschenke überreicht. Bei so vielen Geschenken dauert dieses Spielchen eine ganze Weile. Meine Oma fing irgendwann immer an das ich als Kind bei einer 6 und einer 1 auspacken durfte. Irgendwann durften alle 3 mal würfeln und so weiter. Trotzdem haben wir uns dann oft bis nach Mitternacht beschert.
Ich persönlich halte sehr an dieser Tradition fest. Ich finde die Vorstellung ganz schrecklich, dass alle einfach ihre Geschenke auspacken und SCHWUPPS ist alles vorbei.
Beim Würfeln zieht sich das ganze in die Länge und man bekommt auch mit, was die anderen so auspacken.
Irgendwann ging es dann natürlich ins Bett.
Am ersten Weihnachtstag wurde dann noch bei meiner Großtante mit der „älteren Fraktion“ gefeiert und am zweiten Weihnachtstag mit der Familie meines Vaters. Soweit ich mich richtig erinnere.
Wie Weihnachten heute ist:
 
Mit den Jahren verändern sich so einige Dinge.
Es fing damit an, dass die Geschenke so enorm viel wurden, dass wir beschlossen hatten daran etwas zu ändern. Es wurde also das Wichteln eingeführt. Ende November wird stets gewichtelt. Natürlich geheim. In der Adventszeit gibt es gelegentlich einen Zwischenwichtel. Eine kleine anonyme Überraschung. Das kann ein kleines Geschenk, eine Postkarte oder eine liebe Tat sein. Anhand des Zwischenwichtels wird dann natürlich schon gerätselt wer denn der Wichtel ist der einen beschenkt. Dafür wurde z.B. schon mal Post zu Freunden geschickt, damit diese sie aus einem anderen Ort an den Wichtel schicken, damit dieser nicht anhand des Poststempels erkennen kann von wem die Post kommt. Es wurden Buchstaben aus Zeitungen geschnitten und die Post wurde von anderen Personen mit anderer Handschrift geschrieben. Außerdem gab es „Wirrwichtel“. Personen die z.B. mehrere Zwischenwichtel geschickt haben und damit ganz schön für Verwirrung gesorgt haben. Teilweise waren sich einige schon unsicher ob sie nun die richtige Person beschenken, da sie den Zettel verloren hatten und durch einen Wirrwichtel verwirrt wurden. Ganz schön komplex irgendwie und auf alle Fälle ganz schön lustig! Vor der Bescherung schreibt dann jeder einen Zettel mit den Wichtelkombinationen, die er für richtig hält. Nach dem auspacken wird dann geschaut wer richtig lag. Das alles macht ganz schön viel Spaß.
Mittlerweile feiern wir immer bei meiner Mutter, da meine Oma in einem Seniorenheim lebt. Plätzchen backen kann sie leider auch nicht mehr und die Tanten vom ersten Weihnachtstag sind auch so alt, dass dort nur noch ein kurzer Besuch möglich ist. Alles andere wäre zu viel für sie.
Und natürlich hat der 2. Weihnachtstag sich sehr verändert seit Onno am 26.12.2012 geboren wurde. An diesem Tag wird nämlich jetzt auch noch Geburtstag gefeiert und dazu kommt dann auch die Familie meines Vaters und wirklich ALLE sind auf einem Haufen.
Ansonsten ist alles soweit beim alten geblieben und ich hoffe das wird auch noch eine ganz lange Zeit so bleiben!
Was jetzt folgt sind einige Weihnachtsfotos zwischen 1989 und 2014.
Leider habe ich nicht allzu viele Fotos gefunden, aber ein paar waren es dann doch.
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1989 ich mit meiner Mama. Ich war 1 1/2 Jahre alt.
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ich schätze 1990 am zweiten Weihnachtstag bei den „alten Tanten“ ♥
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1993 mit meiner Uroma
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Eine Weihnachtskarte die ich für meine Mama geschrieben habe. Ich weiß leider nicht von wann.
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1995 mit dem Gameboy und König der Löwen als Spiel. Daneben eine der besagten Tanten.
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Das einzige Weihnachtsfest welches wir quasi im Urlaub gefeiert haben. Bei meinem Onkel, der zu dieser Zeit im schönen Norden gewohnt hat.
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gemeinschaftliches Baumschmücken
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Onnos erstes Weihnachtsfest
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 Unser erster eigener Weihnachtsbaum zu Hause
Hach, ich freue mich sehr auf dieses Jahr Weihnachten. Es ist das erste Jahr, indem Onno das ganze schon richtig begreift. Da fühlt man sich auch gleich selbst wieder wie ein Kind.
Und jetzt müsst ihr unbedingt bei den anderen Mädels von „Muttiple Choice“ vorbei schauen. 

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Ann-Kathrin hat auf Munchkins Happy Place auch ein paar alte Fotos rausgekramt und von ihren Weihnachtstraditionen berichtet. Außerdem gibt es ein Free-Printable.

 

Sarah erzählt euch auf Mamagogik wie Weihnachten war, wie es ist und wie es sein sollte!
Julia von Sommernachtschaos erzählt euch etwas über ihre Adventszeit,
Bei Anja erfahrt ihr morgen auf Gänseblümchen & Sonnenschein wie ihre Familie das Weihnachtsfest feiert,
und bei Buntleben mit Lea erzählt Lea euch, wie sie ihre Traditionen an ihre Tochter weitergibt.
Na, seid ihr jetzt auch voll in Weihnachtsstimmung?
Ich wünsch euch was!
unterschriftganzneu
kabloggt
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