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MONTESSORI? WIR PROBIEREN ES AUS.

MONTESSORI? WIR PROBIEREN ES AUS.

ZACK – und schon ist das Kind groß.
Viel zu lange habe ich mich auf dem Mama-Sein ausgeruht. 
Viel zu lange habe ich mich gefreut, 
dass mein Sohn sich so gut mit sich alleine beschäftigen kann
und VIEL ZU WENIG habe ich mich folglich mit ihm beschäftigt.

Jetzt merke ich – es ist höchste Zeit!

Onno fordert uns jetzt zum Spielen heraus. Er holt ein Buch, einen Duplostein, Stapelbecher und hält es uns hin – meist mit einem: HÜ?
Er möchte das wir es ihm zeigen. Ihm zeigen, wie diese Welt funktioniert.
Nun saß ich jetzt einige Male da und habe mich schrecklich gelangweilt immer wieder das selbe Buch anzuschauen nur damit Onno die Seiten immer schneller umblättert ehe ich überhaupt etwas dazu erzählt habe. Immer wieder 2 Duplosteine zusammen zu stecken und ihm zurück zu geben nur damit er sie wieder auseinander zieht um sie mir wieder zu geben. Immer wieder einen Stapelbecher an zu nehmen um ihn in einen anderen hinein zu stecken…

Versteht mich bitte nicht falsch. Natürlich sind es die Kleinen Dinge die er jetzt lernt. Die ihn begeistern und die – ja, die mich etwas langweilen. Das ist auch völlig in Ordnung so und ich bemühe mich mit voller Hingabe auch zum 100. Mal das selbe Buch anzuschauen. ABER ich habe mich auch umgeschaut. Ich wollte mehr. Ich wollte mich mehr einbringen können und das ohne mein Kind zu überfordern.

Und dann bin ich über Montessori gestolpert. Ich war und bin dem ganzen immer noch recht skeptisch gegenüber eingestellt. Ich war selbst in einem Montessori Kindergarten und war dort gar nicht gut aufgehoben. Ich habe eigentlich ausschließlich negative Erinnerungen an meine Kindergartenzeit. Und davon sogar recht viele. Aber mir ist auch klar, dass es anders laufen kann. Vielleicht waren die „falschen“ Erzieher dort. Vielleicht war ich einfach nicht das richtige Kind für dieses „Konzept“. 
Ja, ich denke es gibt einfach Kinder auf die es passt und solche auf die es nicht passt. 
Aber vielleicht passt das ganze ja zu Onno? Gewappnet mit meinen Erinnerungen habe ich glaube ich ein besonders waches Ohr, Auge und Gefühl dafür, wenn es für Onno zu viel sein sollte oder ihm einfach keinen Spaß macht.
[Ich bin überhaupt kein Fan davon straight in eine Richtung zu gehen. Egal in welchen Lebenslagen. Das Leben funktioniert am besten wenn man sich aus jedem Körbchen das nimmt was einem gut tut. So sehe ich das auch in der Pädagogik. Immer ganz speziell abgestimmt auf das Kind.]
Als ich also dann über Montessori gestolpert bin, habe ich so einige tolle Spiel- und Lernideen gefunden die ich selbst gerne mit Onno ausprobieren möchte. Ich werde jedoch dabei bleiben es Spielzeug zu nennen und nicht Arbeitsmaterialien. Das nimmt für mich persönlich schon viel Druck raus. (Und wenn sich da bei mir schon Druck ansammelt – wie schnell überträgt sich das wohl auf das Kind?!)
Genug geredet – ich werde in Zukunft also das ein oder andere aus dem Montessori-Konzept umsetzen und euch gerne davon berichten.
Gestern haben wir Onno’s Babybett abgebaut und eine Matratze in sein Zimmer gelegt. Das so genannte „Floor Bed“. Wenn wir ein bisschen mehr Erfahrung gesammelt haben, bekommt ihr dazu natürlich einen Beitrag.
Damit genug für heute Abend.

kabloggt
2 Comments
  • patata

    Toll, ich bin schon sehr gespannt mehr von dir zu diesem Thema zu lesen. Ich habe in letzter Zeit bei Instagram öfter was zu Montessori Pädagogik gesehen und ich will mich da jetzt auch mal einlesen. Vielleicht passt das ja auch zu uns.
    Und keine Angst, das mit den Büchern umd den Duplosteinen geht mir ganz genauso. Aber bessere Ideen hab ich momentan auch noch nicht.
    LG ♥

    11. Februar 2014 at 22:30 Antworten
  • L'inutile

    Ich selbst finde Montessori auch spannend an sich, aber ich würde es nie praktizieren. Ich glaube kinder suchen sich selbst das "Lernmaterial" aus, dass sie benötigen um etwas neues zu lernen, und zwar dann wenn sie das möchten und reif dazu sind. natürlich sieht das monte-spielzeug toll aus und alles, aber ich habe bei Martha beobachtet, dass sie sich da auch ganz alleine zu helfen weiß und gerne dinge im haushalt zweckentfremdet die den gleichen lerneffekt haben.
    sei weiterhin stolz drauf, dass onno sich so gut alleine beschäftigen kann und wenn er es fordert, dann steck ihm auch den 1001sten Duplostein zusammen;) Er will sich bei dir anschauen wie es geht und es dadurch lernen. Bald baut er Türme, glaub mir 🙂
    LG
    Svenja

    12. Februar 2014 at 8:14 Antworten

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