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Ein bisschen Schwanger – Die letzten 18. Wochen, Beschwerden, Outing und Namensfindung

Ein bisschen Schwanger – Die letzten 18. Wochen, Beschwerden, Outing und Namensfindung

Ab morgen bin ich in der 19. Schwangerschaftswoche und es geht tatsächlich bergauf. Die letzten 18 Wochen fühlten sich allerdings wieder an wie die schlimmsten 18 Wochen meines Lebens. Auch wenn es im Vergleich zu den beiden ersten Schwangerschaften deutlich besser war – d.h. ohne Übergeben! In der 6. SSW fing die Übelkeit an. Da ich in Karlas Schwangerschaft Agyrax als das Wundermittel schlechthin entdeckt hatte, hatte ich auch dieses Mal die Hoffnung, dass die Übelkeit dadurch sofort wieder verschwinden würde. Leider hatte ich dieses Mal eine Nebenwirkung in Form von Depressionen (die sich bei mir als Antriebsstörung äußern) von den Tabletten. Bis ich herausgefunden hatte, dass die Depressionen von dem Medikament kommen, hat es allerdings etwas gedauert. Ich musste mir überlegen, mit welchen Beschwerden ich besser umgehen kann und habe mich für die Übelkeit entschieden, die sich in dieser Schwangerschaft – anders als in den anderen beiden- ein bisschen mit häufigem Essen lindern ließ.

Ich empfand die Schwangerschaft so ähnlich zu der mit Karla, dass ich fest davon überzeugt war, es würde wieder ein Mädchen werden.

In der 12. SSW schickte mich meine Frauenärztin zur Feindiagnostik, weil sie die Nackenfalte auffällig fand. Natürlich bleibt es nicht aus, dass man sich dann etwas verunsichert fühlt, aber es war sowohl für mich als auch für Tobi klar, dass eine Abtreibung für uns niemals in Frage käme. Ich gehe aber trotzdem gerne zur Feindiagnostik wenn ich darf, denn mir tut es unglaublich gut mein Baby zu sehen.

Vielleicht auch durch meine ganzen Beschwerden, fällt es mir oft schwer einen Bezug zu dem ungeborenen Kind aufzubauen. Das kenne ich auch aus den anderen Schwangerschaften und sobald die Kinder auf der Welt waren, war es endgültig um mich geschehen. Für mich war es deshalb immer wichtig mein Baby zu sehen, ein „Foto“ zu haben und nach dem Outing möglichst direkt einen Namen für mein Baby zu haben. Dazu gleich mehr.

Bei der ausgiebigen Feindiagnose stellte sich heraus, dass die Nackenfalte alles andere als auffällig war und das tatsächlich bei 12+2 schon ziemlich eindeutig ein Penis zu sehen war. Und das aus mehreren Perspektiven! Ein Penis. Aber es sollte doch eine Frida sein? Das war ehrlich gesagt ein ziemlicher Schock für mich. Das hört sich immer ganz schön hart an. Es ist ja nicht so, dass ich mein Kind nicht lieben würde, nur weil es nicht das Geschlecht hat, welches ich erwartet hatte. Trotzdem zerplatzte mein kleiner Traum von einem zweiten Mädchen.

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Durch viele Kommentare die besagten, dass es trotzdem noch ein Mädchen sein könne, weil bei 12+2 eigentlich noch kein Outing möglich sei, hatte ich die Hoffnung noch nicht verloren und klammerte mich weiterhin an meine Frida. Trotzdem begann die Namenssuche für einen Jungen, die sich mehr als schwierig gestaltete. In den beiden ersten Schwangerschaften hat es einfach ziemlich schnell KLICK gemacht. Dieses Mal machte es nicht KLICK und ich hatte einfach schon ALLE Namen gelesen. Und das nicht nur ein Mal. Ich war wirklich schon gereizt, wenn mir wieder jemand mit nett gemeinten Namensvorschlägen kam. Ich kannte doch schon alle, und keiner machte KLICK. Will mir das denn niemand glauben? Ich wollte den nächsten Termin abwarten und das Outing bestätigen lassen, bevor ich mich weiterhin verrückt mache.

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Inzwischen ist der Bauch natürlich schon gewachsen. Bei mir ist es allerdings schwer, den Schwangerschaftsbauch von meinem „unschwangeren“ Bauch zu unterscheiden. Ich sehe mittlerweile ganz klar einen Unterschied, aber ich hatte einfach vorher schon eine Menge Bauch, der locker auf eine fortgeschrittene Schwangerschaft hindeuten könnte.  Nach wie vor ging es mir mehr schlecht als recht. Da sieht Freude wirklich anders aus. Zu Übelkeit und Depressionen gesellte sich schon so ziemlich von Anfang an Sodbrennen und Ischias-/ sowie Symphysenbeschwerden. Yippie Yeah, was ist schwanger sein schön…

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Dann kam endlich der nächste Termin bei der Frauenärztin und auch hier war ein Penis zu sehen. Noch am selben Tag entschieden wir uns ohne das KLICK-Gefühl dafür, dass es ein PAUL(E) wird. Im Ausweis wird Paul stehen. Ich fühlte mich an diesem Tag unglaublich schlecht. Ich hatte ein schlechtes Gewissen meinem Baby gegenüber. Das ich mich nicht so richtig freuen kann und es nicht DEN Namen von uns bekommt, so wie es bei den anderen war. Dann noch weitere gefühlte 1000 Namensvorschläge von allen Seiten, die ich einfach nicht mehr hören wollte. Ich wollte den Stress nicht mehr. Es sollte jetzt „einfach“ ein Paul werden. Es war ja nicht so, dass mir der Name nicht gefallen hätte. Er stand von Anfang an auf der Liste!

Dann habe ich eine Nacht drüber geschlafen. Schlafen ist so manches Mal DAS Heilmittel. Am nächsten Tag hatte ich mein lang ersehntes Bild im Kopf und im Herzen:

Mein kleiner JUNGE – mein kleiner PAUL! 

Meine erste mini Kleiderbestellung fürs Baby wurde getätigt und endlich – Ich konnte mich richtig freuen!

Ein paar Tage später waren die Sommerferien vorbei. Onno’s erster Kita-Tag stand bevor und die Zeit von 6(!!!) Wochen mit 2 Kleinkindern zu Hause UND Schwangerschaftsbeschwerden war endlich vorbei. Und kaum war Onno’s großer Tag gekommen, fühlte auch ich mich besser. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, ich hätte keine Beschwerden mehr und fände es schön schwanger zu sein, aber ich kann mich endlich richtig freuen und das ist SO VIEL WERT!

Ab morgen bin ich in der 19. Schwangerschaftswoche. Bald ist doch tatsächlich schon Halbzeit. Außerdem neigt sich der von mir gehasste Sommer langsam hoffentlich dem Ende zu und ich freue mich auf einen absolut wundervollen Herbst zusammen mit dem allerbesten Mann, der hier einfach ALLES gewuppt hat in den letzten Wochen, meinem großen Kitakind, meinem kleinen Monster, was in ein paar Tagen 2 Mal die Woche zu Onno’s ehemaliger Tagesmutter geht und Paul, der sich mehr und mehr bemerkbar macht! ♥


Ich fühle mich wieder ein Stück weit zurück im Leben und möchte euch gerne wieder regelmäßig up to Date halten und an der Babyausstattug sowie anderen Anschaffungen teil haben lassen.

Also bis ganz Bald,

unterschrift

 

 

kabloggt
2 Comments
  • Nicole

    Liebe Ka,
    ich glaube, ich kann dich ziemlich gut verstehen… Wobei meine Euphorie auf das 3. Kind die gesamte Schwangerschaft bis in den Kreißsaal auf sich hat warten lassen. Es wollte sich partout nicht die Freude wie auf Nr. 1 und 2 einstellen. Zum Schluss kamen dann die Zweifel… Wie ich einem Kind begegnen soll, dass von mir bislang nur so negative Gedanken empfangen hat… Bis zum Moment, in dem ich sie das erste Mal im (ungeplanten und so verhassten) Kaiserschnitt-OP-Saal habe glucksen hören… Da war alles klar! Ich liebe mein 3. Kind über Alles… Genauso wie die beiden Großen! 🙂 Als ob meine Gefühle vorher verrutscht gewesen und dann mit einem Ruck in die richtige Position gerutscht wären.
    Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute! 😉

    11. September 2016 at 14:16 Antworten
  • Hellen

    Hi, schön, dass sich bei die doch wieder ein gutes Gefühl eingestellt hat. Ich kenne auch so einige Ups and Downs. Ja, der Name…. Finde ich auch total schwer. Da wälzt man sein Hirn durch und sämtliche Internetforen und Blogs und hofft auf den großen AHA-Moment. Ganz zu schweigen von den vielen Vorschlägen aus dem Kreis der Familie und Freunde. Paule finde ich süß. Und auch gut, daß du im Ausweis Paul verwenden willst. Das ist bestimmt im Berufsleben später neutraler.
    Unser Favorit ist zur Zeit Silas! Aber ein bißchen Zeit haben wir ja noch.
    Alle Gute für Dich und Deine Familie,
    Hellen!

    14. September 2016 at 12:35 Antworten

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