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DIE ERSTEN 12 TAGE ZU VIERT

DIE ERSTEN 12 TAGE ZU VIERT

Dieses verrückte Phänomen, dass 12 Tage so schnell vorbei gehen und doch kommt es mir so vor als wäre es nie anders gewesen und als wäre Karla schon immer da gewesen.
Trotzdem hat sich natürlich eine Menge geändert und davon will ich euch heute berichten.
Was macht das 4. Familienmitglied so?
Was macht es mit Onno?
Was macht es mit mir?
Was macht es mit unserer Beziehung?

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Karla
Über Karla kann man so viel noch gar nicht erzählen. Bisher schläft sie fast ausschließlich. Wenn sie nicht schläft trinkt sie oder drückt gerade etwas in ihre Miniwindel. Das scheint meist nicht allzu angenehm zu sein. Dabei ist sie immer sehr unruhig und weint ein bisschen, aber sie beruhigt sich dann sehr schnell wieder und verfällt bis zur nächsten Hungerphase zurück in den Tiefschlaf. Sie hat schon einen groben Rhythmus. Wir gucken zwar nicht auf die Uhr, aber sie hat so etwa alle 3 Stunden Hunger. Nachts kommt sie meist 2 Mal. Einmal gegen halb 3 / 3 Uhr und dann wieder zwischen 5 Uhr und halb 7.  Wir gehen gegen 22 Uhr mit ihr ins Bett!
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Onno
Es gab noch immer keine Sekunde in der er auch nur annähernd Eifersucht gezeigt hat, auch wenn er das ein oder andere Mal auf so manches warten musste, weil es mit Karla in dem Moment nicht möglich war. Er hat sich darüber nie beschwert oder einen Wutanfall bekommen so wie es vor Karla`s Geburt des öfteren der Fall war. Das überrascht uns wirklich sehr. Wir haben fest damit gerechnet das Onno sehr eifersüchtig wird, da er das vor Karla bei jeder Kleinigkeit war. Ich bin gespannt ob und wann das noch auf uns zukommt. 
Wenn wir Besuch bekommen möchte Onno meist ganz stolz seine Schwester präsentieren. Für ihn dreht sich alles um Karla. Jeden Morgen freut er sich sie zu sehen und möchte sie direkt streicheln. Das tut er liebend gern den ganzen Tag. Ganz bewusst den Kopf streicheln und sich (für mich oft etwas zu nah) über sie hängen. Aber auch eher unbewusst wenn hier der Fernseher läuft und alle auf dem Sofa kuscheln – legt er seine Hand auf ihren Kopf. Das ist wirklich total schön! Wir müssen ihn nur leider auch immer wieder etwas zügeln, weil Karla es nicht immer schön findet wenn Onno sich über sie hängt und ihr den ganzen Tag im Gesicht rumfuchtelt. Das versteht er aber noch nicht wirklich. Ansonsten hat sich nichts verändert. Er hat noch immer den selben Schlafrythmus, spielt immer noch gerne alleine für sich und am liebsten mit seiner Küche und neuerdings mit Duplomenschen und Auto`s. Nur das er zwischendurch immer wieder Karla entdeckt und sie erstmal wieder die Nummer 1 ist!
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Ich
Nach wie vor fühle ich mich toll. Ich könnte noch immer Bäume ausreißen und mich an meinem Leben als 2fach-Mama erfreuen. Wie auch bei Onno habe ich diesen „vollen Kopf“. Ich kann mich kaum auf etwas anderes konzentrieren als auf das Baby. Mir fällt es wirklich richtig schwer mich mit mehreren Dingen gleichzeitig auseinander zu setzen. Das kann ich auch so schon überhaupt nicht gut, aber das ist jetzt auf jeden Fall sehr extrem. Aber ich kann mir gut vorstellen das das einer dieser Schutzmechanismen ist die man nach der Geburt so hat.
Seit ich Kinder habe, kann ich wirklich sagen das mein Leben einen Sinn hat. Nicht das es vorher keinen hatte, aber ich konnte nie einen benennen. Jetzt bin ich jemand ganz anderes und ich wollte nie mehr diejenige sein, die ich vor Onno´s Geburt war. Ich habe definitiv noch sehr viel an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten und in meinem Leben gibt es wohl noch so einige Baustellen mehr – dennoch bin ich einfach so erfüllt als Mama und irgendwie hat mich das Mama-Sein gerettet. Ja – das trifft es wohl.
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Wir als Paar
Es ist schon eine besondere Situation, dass Tobi durch Karla`s Geburt etwas mehr als 2 Wochen frei hat. Urlaub gab es bisher nie und auch nie mehr als 3 Tage am Stück frei. Trotzdem haben wir weniger von einander seitdem Karla da ist. Das ist aber im Moment auch so in Ordnung. Die meiste Zeit hat einer von uns beiden Karla auf dem Arm. Sie liegt eher selten alleine in ihrem Laufstall oder auf dem Sofa. Wenn das mal der Fall ist, ist ja auch noch Onno da oder man macht den Haushalt, geht duschen und und und. Nachts im Bett wechseln wir uns momentan noch ab wer Karla nimmt und derjenige hat sie meist auch irgendwie im Arm, auf dem Bauch… jedenfalls keine Zeit für Nähe und Zärtlichkeiten. Zusätzlich ist es natürlich schon so, dass wir uns auch etwas häufiger streiten.. oder vielleicht eher diskutieren. So richtig streiten wir uns meistens nicht. Aber klar. Mehr Zeit zusammen – mehr Gelegenheiten für Auseinandersetzungen. Noch dazu, weil wir bisher auch nicht wirklich das Haus verlassen haben und uns doch das ein oder andere Mal schon ziemlich langweilen. Diese Woche wollen wir aber trotz des fiesen, kalten Wetters zum ersten Mal spazieren gehen. Ab nächste Woche Montag geht Tobi wieder arbeiten und der richtige Alltag geht los. Darauf bin ich sehr gespannt.Wir sind glücklich und wir lieben uns sehr – auch wenn unsere Partnerschaft sicher schon bessere Zeiten erlebt hat. Aber wir wissen ja wofür die Paarzeit momentan draufgeht und das ist etwas so wundervolles. ♥
Jetzt wo die Zeit zu Zweit noch seltener ausfällt als vorher mit nur einem Kind ist es natürlich umso wichtiger sich diese ab und an zu nehmen. Ich bin gespannt wie wir das einrichten können.
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Am Samstag – am Valentinstag – hat meine Mama Geburtstag. Wir werden das erste Mal mit beiden Kindern woanders sein und unter vielen Menschen. Ich freue mich total darauf!
Ihr dürft gespannt sein, wie der Alltag mit 2 Kindern wird. Ich bin es auch.
Bis dahin,

kabloggt
1 Comment
  • Zela

    Alles Liebe und Gute noch nachträglich zur Geburt eurer kleinen Karla! :o)
    Auf das sie immer gesund und munter ist und sich genauso toll entwickelt wie eurer Onno.
    Ich bin gespannt auf weitere Neuigkeiten von euch. Dein Blog ist so wunderbar! <3
    lg
    zelakram.blogspot.com

    10. Februar 2015 at 15:49 Antworten

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