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68 TAGE ZU VIERT – GRENZERFAHRUNGEN, TERRIBLE TWO, GESCHWISTERLIEBE UND SCHLAFBABYS

68 TAGE ZU VIERT – GRENZERFAHRUNGEN, TERRIBLE TWO, GESCHWISTERLIEBE UND SCHLAFBABYS

Habt ihr ihn auch alle gelesen, diesen Spruch?

Früher als ich kinderlos war hätte ich gedacht nebenan wird ein Kind ermordet. 
Heute weiß ich: Es bekommt den Schlafanzug angezogen. 

Diesen Spruch hätte ich ein paar Tage früher gebraucht. Es erleichtert so ungemein zu wissen, dass so auch andere Menschen denken. Das andere Mütter die selben (Grenz-)Erfahrungen machen. Das ist das wunderbare an dieser Online-Welt. An dieser riesengroßen „Mütter-Community“. Ob auf Instagram oder Facebook oder hier auf dem Blog. Man findet Gleichgesinnte. Man wird beruhigt , ist erleichtert bekommt aber auch so viele Anregungen und Kritik. Leider nicht immer  angebracht aber viele Male kann man auch mit Kritik etwas anfangen. Das sollte jedoch jetzt nicht das Thema dieses Beitrages sein.

Seit etwa einer Woche ist Onno wie ausgewechselt. Es schien „nur“ eine Phase gewesen zu sein. Zuerst dachten wir an die bösen Zähne, zwischendurch das unser Kind eine Therapie braucht und nachher fand ich mich schon fast damit ab, dass dies die „Terrible Two“ sein würden. Nur so „terrible“ hatte ich mir das nie vorgestellt. ABER es ist scheinbar überstanden. Vielleicht war es auch von allem etwas, aber es fehlen nach wie vor noch 4(?) Backenzähne. Ganz kurz und knapp beschrieben war es so, dass Onno Stundenlang am Stück gebrüllt hat. So laut, dass ich wirklich Angst hatte man würde kommen und mir das Kind wegnehmen. Mich wundert das sich keiner der Nachbarn beschwert hat weil er dachte ich würde mein Kind stundenlang weinen lassen oder sogar misshandeln. Leider war ersteres leider sogar irgendwie wirklich so, denn je näher ich Onno gekommen bin, desto lauter wurde das Geschrei, bzw wenn er eigentlich schon etwas ruhiger geworden ist, war das Geschrei wieder auf dem Höhepunkt wenn ich versuchte in seine Nähe zu kommen. Ich hatte glaube ich schon mal davon berichtet das Onno wenn er z.B. Schmerzen hat keine Nähe zulässt. Es liegt aber nun mal in der Natur einer Mutter und vor allem eben auch in meiner – mein Kind beruhigen zu wollen. Es streicheln und auf den Arm nehmen zu wollen. Und es fällt verdammt schwer dies nicht zu tun. Es passiert immer wieder, weil ich es einfach automatisch mache. Ich möchte ihm tröstend über den Kopf streicheln, ihn auf die Stirn küssen, ihm den Rücken streicheln, aber das wird mit lauten Gebrüll abgewehrt. 

Seit einer Woche ist das alles so ziemlich vorbei. Onno ist wieder überwiegend fröhlich und ausgeglichen und außerdem isst er plötzlich erstaunlich gut – dafür das er bisher in seinem Leben noch nie so richtig gegessen hat. Das einzige was geblieben ist, ist der Dickkopf – ein paar Mal am Tag. Wenn er etwas haben möchte und unter allen Umständen versucht dies zu bekommen. Auch mit Gebrüll. Der Unterschied ist nur, dass er sich relativ schnell beruhigt bzw mit etwas anderem Ablenken lässt. DAS sind die „Terrible Two“ würde ich behaupten, aber damit kann ich gut Leben selbst wenn das natürlich auch anstrengend ist. Aber es ist absolut kein Vergleich zu dieser Phase die er vorher hatte. 

Aber trotz allen Grenzerfahrungen die wir in dieser Zeit mit ihm erlebt haben – seine kleine Schwester liebt er nach wie vor abgöttisch. Es gab in den ganzen letzten 68 Tagen KEINEN Moment der Eifersucht. Er möchte Karla am liebsten den ganzen Tag Küssen, sie füttern und ihr den Schnuller geben. Sie streicheln und auf sie aufpassen. Wenn er neben ihr auf dem Sofa sitzt liegt seine Hand wie völlig selbstverständlich auf ihrer oder auf ihrem Kopf oder Bein.



Und Karla – sie ist schon 68 Tage alt. Einerseits kommt es mir immer noch so vor als wäre sie erst gestern auf die Welt gekommen und auf der anderen Seite ist es als wäre sie immer da gewesen.
Nachdem Onno das absolut pflegeleichteste Baby auf Erden war hatten wir uns bei Karla auf das schlimmste eingestellt. Wer hat schon das Glück 2 so völlig entspannte Babys zu haben? 

WIR.

Karla schläft noch immer unglaublich viel. Sie hat auch schon mal wachere Tage aber der Satz: „Karla schläft“ ist wohl der geläufigste derzeit bei uns und in unserem Umfeld. Sie schläft nicht nur tagsüber viel sondern schläft auch einfach mal so die ganze Nacht durch. Oft trinkt sie ein letztes mal gegen 20 Uhr. Bevor ich dann irgendwann zwischen 10 und 12 ins Bett gehe, wickel ich sie und ziehe sie um. Anfangs hatte ich ihr dann immer nochmal eine Milch gemacht damit sie dann wieder einschläft. Das ist allerdings nicht nötig denn sie schläft immer direkt wieder ein. Und dann schlafen wir und meistens werde ich vor ihr wach. So zwischen 7 und 8 Uhr morgens. Wenn sie dann wach wird mache ich ihr eine neue Flasche und oft passiert es das sie dann nach 3 Schlücken schon wieder auf meinem Arm einschlummert. Das ist wirklich super angenehm. Aus diesem Grund gibt es auch nicht wirklich irgendetwas anderes von ihr zu berichten. Sie macht ja nicht viel außer zu schlafen. Wenn sie wach ist freut sie sich immer total über uns. Sie lächelt uns an als hätte sie einen Engel gesehen. Ab und zu quietscht sie vor sich hin und sie strampelt ganz aufgeregt. Beim Lachen macht sie allerdings noch keine Geräusche. Was freue ich mich wenn sie so richtig vor lachen quietscht. 
Ja auch beim zweiten Kind freut man sich noch über die ganzen Kleinigkeiten.
Heute habe ich auch mal die Sachen in Größe 62 in die Schränke und Schubladen geräumt. Sie ist schon ein gutes Stückchen gewachsen.

Ich freue mich immer noch täglich darüber jetzt auch ein kleines Mädchen haben zu dürfen und außerdem darüber nicht mehr schwanger und vor allem nie wieder schwanger zu sein. Das Leben jetzt ist so viel besser. Dafür hat es sich natürlich gelohnt, aber nochmal? Niemals.

kabloggt
1 Comment
  • Stadt oder Land Eltern

    Super süße Fotos von deinen beiden Süßen! Die Phase von Onno klingt echt nicht toll. So ein Schlaf-Kind wie Karla wünsche ich mir jetzt auch, nachdem Lu da ja ganz anders war. Liebe Grüße, Antonia

    7. April 2015 at 20:21 Antworten

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